Raytheon und die multipolare Welt

Der US-amerikanischen Rüstungsindustrie wird die mulitpolare Welt schmackhaft gemacht. Was in der Obama-Regierungszeit seinen Anfang nahm, hat mit der Wahl Donald Trumps zum Präsidenten der USA an Fahrt aufgenommen. Der Hegemon tritt ab und wie das geschieht, wirkt teilweise grotesk. Ist nun aber tatsächlich eine Abkehr vom Konzept weltweiter Interventionen eingeleitet? Außerdem scheint mir interessant, zu betrachten, ob wir nicht auch unsere Rolle im Rahmen der alten und neuen US-Politik spielen.

Die innere Revolution

Wirklicher Wandel im Außen setzt den Wandel im Innen voraus. Die Lage ist ernst. Darüber sind wir uns alle einig. Auch darüber, dass wir ins Handeln kommen müssen. Doch wo anfangen? Hier spalten sich die Geister. Auf die Straße gehen, seinem Unmut Ausdruck geben, zeigen, dass es so nicht weitergehen kann? Andere Menschen aufrütteln und dazu motivieren, sich ebenfalls zu erheben? Oder in sich selbst auf die Suche gehen und versuchen, Licht in das innere Dunkel zu bringen und aus

Die UNO – Machtinstrument gegen Korea (4)

Wie eine von außen herbeigeführte Spaltung zum Gewaltausbruch im Süden Koreas führte. Ausführlich wurde in den vorausgegangenen Teilen zu dieser Artikelreihe beschrieben, wie durch die seitens den USA vorangetriebenen Spaltung und Polarisierung der Gesellschaft bereits im Jahre 1945 die Saat für die Gewalt in Korea und die Teilung des Landes ausgebracht wurde. Nun befassen wir uns mit den Konsequenzen, die es bis in das Jahr 1948 zur Folge hatte und werden sehen, dass sich die Vereinten Nationen als politisches Machtinstrument

Die Mahnwache für Frieden in Dresden – Eine Begegnung mit Folgen

„Mahnwache“ ist als Kampfbegriff verschrien, dabei ist sie – zumindest in Dresden – ein überdenkenswertes Angebot. Die Reflexion Nicos über sie meint: Wer sich offen mit politischen und gesellschaftlichen Prozessen auseinandersetzt und dabei den Blick hinter die Kulissen nicht scheut, für den stellen sich Kommunikationsplattformen der Art, wie es die Mahnwache für Frieden (a1) ist, als eine attraktive Bereicherung dar. 

Interview mit dem syrischen Präsidenten

Die Botschaft des syrischen Staatsführers ist eindeutig: Syriens Souveränität wird vollständig wiederhergestellt. Der syrische Präsident Baschar al-Assad hat dem russischen Nachrichtensender Russia Today (RT) in der syrischen Hauptstadt Damaskus ein halbstündiges Interview gegeben. In diesem zerlegt er insbesondere das Narrativ der westlichen Politik und Medien von einem sogenannten „Bürgerkrieg“ in seinem Land. Letztmalig hat die öffentlich-rechtliche Medienanstalt ARD übrigens vor reichlich zwei Jahren den syrischen Präsidenten um ein Interview gebeten – und auch bekommen. Da die Meinung hoher syrischer Repräsentanten

Vom Instinkt zum Gewissen

Was gewinnt im Menschen? Seine Instinkte, seine Triebe – oder sein Gewissen? Der Mensch als biologisches Wesen ist von Instinkten geleitet. So wie er in der Vergangenheit über die darin entwickelten Strategien sein Überleben sicherte, so „funktioniert“ er auch heute in seinem Dasein als soziales Individuum. Wenn er in Notsituationen gerät, gewinnt ein auf tiefem Egoismus basierender Kampf mit den Artgenossen die Oberhand über friedliches gemeinschaftliches Zusammenleben. Deshalb sind Kriege zwischen Gesellschaften unvermeidlich. Die These vom homo sapiens als einem

Syrien bittet nicht um Erlaubnis

Ein Aggressor warnt das überfallene Land, sich zu verteidigen. Nachdem die Terroristen aus Ost-Ghouta und dem Südwesten von Damaskus (Yarmouk) vertrieben und das große Gebiet nördlich von Hama durch Verhandlungen größtenteils friedlich wieder in die Hoheit der syrischen Regierung übergangen ist, plant die syrische Armee die Befreiung der Gebiete um die Provinzhauptstadt Daraa im Südwesten des Landes, falls friedliche Lösungen zur Übergabe fehlschlagen. Aus gutem Grund sind die USA dadurch alarmiert.

Trolle einer EU-Behörde im Kampf um die Meinungshoheit

Eine EU-Behörde bettelt darum, der Lächerlichkeit preisgegeben zu werden. Die politischen Gralshüter der einzigartigen EU-Demokratie befinden sich im heroischen Abwehrkampf gegen Putins Propaganda-Horden. Wie schwierig die Aufgabe für sie ist, kann man sich gut vorstellen. Hat man sich doch in den vergangenen Jahren mit der eigenen, zum Krieg hetzenden Propaganda so ziemlich jede Reputation verspielt.

Unser täglich Fleisch

Das Maß an Achtung vor dem Leben spiegelt sich auch in unserer Art und Weise der Ernährung. Die neue Steak-Saison, in der sich – wie jedes Jahr – beim Feiern im Freien Fleisch eingeworfen wird, bis man kaum noch atmen kann, hat bereits wieder Fahrt aufgenommen. Auch ich aß und esse Fleisch, doch seit einigen Jahren mit einem anderen inneren Blick und folgerichtig in einer stark verminderten Dosierung. Der authentische Blick in den Betrieb eines Schlachthofes macht uns vielleicht deutlicher,

Israels Selbstbetrug und die Folgen

Israel biegt sich seinen Krieg gegen Syrien noch immer als Verteidigung zurecht – und betrügt sich damit selbst. Über 100 mal hat Israel in den vergangenen sieben Jahren Syrien angegriffen, immer begründet mit angeblich notwendigen Vergeltungsschlägen gegen eine vorgebliche iranische Bedrohung oder auch einfach deshalb, weil es der syrischen Regierung schlicht das Recht, deren Land politisch zu vertreten, absprach. Bis in das Jahr 2018 nahm sich Israel faktisch ungestraft das Recht heraus, in Syrien militärisch einzugreifen und stützte damit die