Grenzgänger für den Frieden

Eine Betrachtung zu Jürgen Todenhöfer und seinem Buch „Die große Heuchelei“. Jürgen Todenhöfer ist das beste Beispiel dafür, wie wenig hilfreich es ist, Menschen in Schubladen zu stecken, um sie danach anhand der Beschreibung der Schublade zu klassifizieren und sodann auf- oder abzuwerten. Außerdem zeigt er uns, dass es unzählige Wege gibt, für den Frieden […]

Grenzgänger für den Frieden

Die herumposaunten Werte der westlichen Mächte sind von diesen nie mit der Absicht verkündet worden, auch umfassend verwirklicht zu werden. Der Westen hat so gesehen seine Werte nie verraten. Innerhalb des Systems, dem wir folgen sollen, gab es nie welche. Menschen dagegen haben sehr wohl ihre Werte – weltweit. Viele dieser Werte sind universell und berühren deshalb uns alle. Macht nutzt das aus und vereinnahmt mittels Propaganda die uns innewohnende Ethik und damit unser Selbst. Sie vergewaltigt uns mit samt unseren wahrhaftigen Werten für egoistische Interessen.
Es sind letztlich nicht die “westlichen Werte” sondern die ureigenen ethischen Werte des Menschen Jürgen Todenhöfer, für die eben dieser in seinem Buch leidenschaftlich wirbt. Das ist die für mich entscheidende Note des Buches: der nicht müde werdende Appell an unsere Humanität, an unser friedliches, gemeinsames Menschsein.

Korea und das Scheitern einer Weltorganisation

Die US-Militärs betrieben den Krieg seit 1951 mit der eindeutigen Maßgabe, sich Nordkorea für einen genehmen Waffenstillstand „zurechtzubomben“. Diese Leute waren auch überzeugt davon, genau das mit ihrer Bombenorgie erreicht zu haben. Um das tun zu können, war ein rasches Kriegsende keinesfalls gewünscht. Beachten wir, dass die schwersten Luftangriffe des gesamten Krieges in den letzten Monaten vor Abschluss der Waffenstillstands-Vereinbarung erfolgten. So ist es nur logisch, dass die UNO-Führung den Vorschlag der nordkoreanischen Seite, die Waffenstillstandsverhandlungen durch eine allgemeine Waffenruhe zu begleiten, zurückwies. Das war im Jahre 1951!